Sieh, was Krankenstand wirklich kostet.
Rechne Lohnfortzahlung, Arbeitgeberanteile und Krankenquote zusammen - damit Ausfälle nicht nur als Personallücke, sondern als planbarer Kostenblock sichtbar werden.
Kosten berechnen- AOK-Daten 2024
- EFZG §3
- Ohne Registrierung
Daten eingeben
Arbeitstage anpassen
Bundesdurchschnitt ca. 248–251 Tage (je nach Bundesland und Feiertagen).
Krankheitstage gesamt
150
pro Jahr
Kosten Lohnfortzahlung
21.960 €
pro Jahr (inkl. AG-SV)
Krankenquote
6,0 %
Leicht über Branchenschnitt
Vergleich mit Branchendurchschnitt
Einsparpotenzial: 1.830 € / Jahr
Wenn du deine Krankenquote auf den Gastro-Branchenschnitt von 5,5 % senkst.
Branchenvergleich Krankenstand
| Branche | Quote | ~Fehltage/Jahr |
|---|---|---|
| IT / Datenverarbeitung | 3,5 % | 9 Tage |
| Banken / Versicherungen | 4,0 % | 10 Tage |
| Gastgewerbe (Durchschnitt) | 5,5 % | 14 Tage |
| Gesamtwirtschaft (Destatis) | 5,9 % | 15 Tage |
| Baugewerbe | 5,8 % | 15 Tage |
| Handel | 6,0 % | 15 Tage |
| Gesundheitswesen / Pflege | 6,3 % | 16 Tage |
| Verkehr / Lagerei | 6,0 % | 15 Tage |
| Dein Betrieb | 6,0 % | 15 Tage |
Quellen: AOK Fehlzeiten-Report 2025, AOK Rheinland/Hamburg und Destatis 2024. Fehltage sind Näherungswerte (Arbeitstage).
Dieses Tool liefert eine schematische Orientierung auf Basis deiner Angaben, typischer Standardfälle und der im Programm hinterlegten gesetzlichen Schwellenwerte (Stand: Mai 2026). Es ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Besonderheiten des Einzelfalls, Tarifverträge, Sozialversicherungsausnahmen, steuerliche Merkmale und aktuelle Rechtsprechungs- oder Behördenlinien können unberücksichtigt bleiben. Für die Prüfung des konkreten Falls empfehlen wir die Konsultation eines Rechtsanwalts oder Steuerberaters.
Krankenstand-Analyse per Mail erhalten
Erhalte deine detaillierte Krankenstand-Analyse mit Einsparpotenzial als PDF per E-Mail – kostenlos.
Wann der Krankenstand-Rechner hilft
Kosten und Quoten realistisch einordnen.
Echte Lohnfortzahlung beziffern
Was hat der Betrieb 2024 für Lohnfortzahlung gezahlt — inklusive U1-Erstattung?
Branchen-Benchmark setzen
Liegt deine Quote über oder unter den 6,1 % AOK-Schnitt im Gastgewerbe?
U1-Erstattungssatz prüfen
Lohnt sich ein höherer U1-Erstattungssatz (z.B. 80 % statt 40 %) für deinen Betrieb?
Personalbedarfsplanung absichern
Krankenstand als Faktor in die Schichtbesetzung einplanen — typische Reserve 5–10 %.
Krankenstand in der Gastronomie: Zahlen, Kosten und Handlungsoptionen
Der Krankenstand im Gastgewerbe hat 2024 mit ca. 6,1 % einen neuen Rekordwert erreicht (AOK Rheinland/Hamburg) — rechnerisch rund 41 % über dem Vor-Corona-Niveau von 2019 (4,36 %). Für Gastronomen bedeutet das nicht nur fehlende Hände im Betrieb, sondern handfeste Kosten: Lohnfortzahlung, AG-Sozialversicherungsbeiträge, Vertretungskosten und Produktivitätsverluste summieren sich schnell auf mehrere Tausend Euro pro Mitarbeiter und Jahr.
Krankenstand Gastronomie auf einen Blick
- Gastgewerbe 2024: ca. 4,8–6,1 % je nach Quelle und Region (kassenübergreifend ca. 5,5 %)
- Nationaler Durchschnitt 2024: ca. 5,9 % (Destatis)
- Trend: stark steigend seit 2021, Rekordniveau in 2024
- Lohnfortzahlung: grundsätzlich bis zu 6 Wochen pro Krankheitsfall (EntgFG §3), AG zahlt i. d. R. Brutto + SV-Beiträge
- U1-Umlage kann je nach Tarif 40–80 % der Kosten erstatten (Betriebe ≤30 MA)
Was kostet der Krankenstand wirklich?
Die direkten Kosten eines Krankheitstags werden häufig unterschätzt. Der Arbeitgeber zahlt nicht nur das Bruttogehalt weiter, sondern auch seinen Anteil an der Sozialversicherung (ca. 22 % des Bruttolohns). Bei einer Servicekraft mit 2.200 EUR Brutto und ca. 21,75 Arbeitstagen pro Monat kostet ein Krankheitstag den Arbeitgeber rund 123 EUR — bei 15 Krankheitstagen im Jahr sind das ca. 1.850 EUR pro Mitarbeiter, nur an direkten Kosten. Der Rechner oben nutzt die einstellbaren Arbeitstage/Jahr als Basis, daher können die Werte leicht abweichen.
Entgeltfortzahlung und U1-Erstattung
- Entgeltfortzahlung (EntgFG §3)
- Grundsätzlich zahlt der Arbeitgeber bis zu 6 Wochen (42 Kalendertage) pro Krankheitsfall das Bruttogehalt weiter — inkl. AG-Sozialversicherungsbeiträge. Bei einer anderen Erkrankung beginnt die Frist üblicherweise von vorne; bei derselben Erkrankung kann nach 12 Monaten ein erneuter Anspruch entstehen. Die genauen Regelungen hängen vom Beschäftigungsverhältnis und Einzelfall ab.
- U1-Umlage (Entgeltfortzahlungsversicherung)
- Bei Betrieben mit bis zu ca. 30 Beschäftigten kann die U1-Umlage je nach Krankenkasse und Tarif einen Teil der Lohnfortzahlungskosten erstatten — oft im Bereich von 40–80 %. Der Erstattungssatz hängt vom gewählten Tarif ab: höherer Erstattungssatz bedeutet höherer Umlagebeitrag. Die Erstattung kann Brutto + AG-Sozialversicherungsanteile umfassen.
- Krankengeld (ab Woche 7)
- Nach Ablauf der Entgeltfortzahlung zahlt in der Regel die Krankenkasse Krankengeld (ca. 70 % des Bruttolohns, max. 90 % des Nettolohns). Der Arbeitgeber ist dann grundsätzlich von der Lohnfortzahlung befreit — was im Betrieb konkret gilt, kann je nach Tarifvertrag und Einzelfall abweichen.
Häufigste Krankheitsursachen in der Gastronomie
Krankheitsursachen nach AU-Tagen (AOK 2024)
| Ursache | Anteil AU-Tage | Gastro-Besonderheit |
|---|---|---|
| Muskel-Skelett (Rücken, Schulter) | ca. 20 % | Langes Stehen, schweres Tragen |
| Atemwegserkrankungen | ca. 15 % | Häufigste Einzelfälle (kurz, aber oft) |
| Psychische Erkrankungen | ca. 12,5 % | Überdurchschnittlich, stark steigend |
| Verletzungen / Unfälle | ca. 9 % | Schnitt-, Verbrühungs-, Sturzunfälle |
| Verdauungsorgane | ca. 5 % | Lebensmittelkontakt, Stress |
Krankenstand senken: Was funktioniert in der Gastronomie?
Ein Krankenstand von 5–6 % ist in der Gastronomie nicht unvermeidbar. Betriebe mit guter Dienstplanung, ergonomischen Arbeitsplätzen und einem wertschätzenden Teamklima erzielen in der Praxis häufig niedrigere Quoten. Die folgenden Ansätze werden in vielen Betrieben genutzt:
- Verlässliche Dienstplanung
- Gleichmäßige Schichtverteilung, ausreichend Ruhezeiten zwischen Schichten und möglichst frühzeitige Planbekanntgabe können stressbedingte Ausfälle verringern. In der Praxis hat sich eine Vorlaufzeit von ca. 2 Wochen als hilfreich erwiesen. Kurzfristige Planänderungen sind ein häufiger Treiber für Unzufriedenheit.
- Ergonomie und Unfallprävention
- Rutschfeste Böden, ergonomische Arbeitshöhen, Schnittschutzhandschuhe, gute Beleuchtung und regelmäßige Unterweisungen reduzieren die häufigsten Unfallursachen (Stürze, Schnitt- und Verbrühungsverletzungen).
- Psychische Gesundheit ernst nehmen
- Regelmäßige Mitarbeitergespräche, realistische Personalbesetzung (kein dauerhafter Unterbesatz), klare Pausenregelungen und ein offenes Ohr für Belastungen. Psychische Erkrankungen gehen oft mit den längsten Ausfallzeiten einher — frühzeitige Maßnahmen können daher besonders wirksam sein.
- Rückkehrgespräche statt Kontrolle
- Nach längerer Abwesenheit: ein unterstützendes Gespräch über Wiedereinstieg und mögliche Anpassungen. Nicht als Kontrollmaßnahme, sondern als Signal der Wertschätzung.
- Betriebliche Gesundheitsförderung
- Zuschüsse für Fitnessstudio oder Sportkurse, gesunde Mitarbeitermahlzeiten, Gesundheitstage. Unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich begünstigt (§3 Nr. 34 EStG, Freigrenze bis 600 EUR/Jahr). Die konkreten Voraussetzungen hängen von der Ausgestaltung ab.
Trend: Krankenstand im Gastgewerbe 2019–2024
Entwicklung Krankenstand Gastgewerbe
| Jahr | Krankenquote | Anmerkung |
|---|---|---|
| 2019 | 4,36 % | Vor-Corona-Niveau |
| 2020 | 3,83 % | Lockdown, weniger AU-Meldungen |
| 2021 | 3,74 % | Pandemie-Tiefpunkt |
| 2022 | ca. 5,0 % | Starker Anstieg (Nachholeffekte) |
| 2023 | 5,95 % | Deutlich über Vor-Corona |
| 2024 | 6,14 % | Rekord (AOK Rheinland/Hamburg) |
Quellen & fachliche Grundlage
Stand der Inhalte: Mai 2026. Zuletzt aktualisiert: 31. Mai 2026. Autor: Stackrail GmbH. Die Inhalte wurden mit Sorgfalt auf Basis anwaltlicher Hinweise und offizieller Quellen aufbereitet. Die Tools ersetzen keine Rechtsberatung im Einzelfall.
Verwendete Quellen
- Krankenstand in DeutschlandStatistisches Bundesamt
- Krankenstand im Hotel- und GaststättengewerbeAOK Rheinland/Hamburg
- Branchenkrankenstände 2024AOK Rheinland/Hamburg
- EntgFG § 3 - Entgeltfortzahlung im KrankheitsfallGesetze im Internet
- EStG § 3 - Steuerfreie EinnahmenGesetze im Internet
- BGN-Beitrag und BeitragsberechnungBerufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe
Häufige Fragen zum Krankenstand
Je nach Quelle ca. 4,8–6,1 %. AOK bundesweit: 4,84 %, AOK Rheinland/Hamburg: 6,14 % (jeweils 2024). Der kassenübergreifende Durchschnitt liegt bei ca. 5,5 %. Der nationale Gesamtdurchschnitt liegt bei ca. 5,9 % (Destatis 2024). Der Krankenstand im Gastgewerbe hat 2024 ein Rekordhoch erreicht — rechnerisch rund 41 % über dem Vor-Corona-Niveau von 2019.
Grundsätzlich bis zu 6 Wochen (42 Kalendertage) pro Krankheitsfall (EntgFG §3). Danach zahlt in der Regel die Krankenkasse Krankengeld. Bei einer anderen Erkrankung beginnt die 6-Wochen-Frist üblicherweise von vorne; bei derselben Erkrankung kann nach 12 Monaten ein erneuter Anspruch entstehen — die genauen Voraussetzungen hängen vom Einzelfall ab.
Das Brutto-Tagesgehalt plus AG-Sozialversicherungsbeiträge (ca. 22 %), also etwa das 1,22-fache des Brutto-Tagesgehalts. Bei 2.500 EUR Brutto/Monat und ca. 21,75 Arbeitstagen/Monat sind das ca. 140 EUR pro Krankheitstag. Der Rechner oben nutzt die einstellbaren Arbeitstage/Jahr als Basis, daher können die Werte leicht abweichen. Hinzu kommen indirekte Kosten (Vertretung, Überstunden Kollegen, Produktivitätsverlust).
Bei kleineren Betrieben (bis ca. 30 Beschäftigte) kann die U1-Umlage je nach Krankenkasse und Tarif einen Teil der Lohnfortzahlungskosten erstatten — oft im Bereich von 40–80 %. Höherer Erstattungssatz bedeutet höherer Umlagebeitrag. Typisch sind 50–70 % Erstattung.
Laut AOK-Daten entfallen viele AU-Tage auf Muskel-Skelett-Erkrankungen (Rücken, Schulter). Psychische Erkrankungen steigen stark an — laut AOK wurde bei ca. jedem sechsten Beschäftigten im Gastgewerbe 2024 eine psychische Erkrankung diagnostiziert. Atemwegserkrankungen verursachen die meisten Einzelfälle, dauern aber in der Regel kürzer. Die genauen Anteile variieren je nach Datensatz und Region.
Stark steigend seit 2021: von 3,74 % (Pandemie-Tief) auf 6,14 % im Jahr 2024 (AOK Rheinland/Hamburg). Das Vor-Corona-Niveau (2019: 4,36 %) wurde deutlich überschritten. Haupttreiber sind psychische Erkrankungen, Atemwegsinfekte und Langzeiterkrankungen.
Die Gastro Clock App kommt bald.
Schichtplanung, digitale Zeiterfassung und Regelchecks in einer App. Gebaut für kleine Restaurants, Cafés und Bars.
- Drag-and-Drop Schichtplanung
- Digitale Zeiterfassung ohne Papierchaos
- Regelhinweise in Echtzeit
- Mitarbeiter-App für dein Team
- 30 Tage kostenlos testen
5 Min.
Bis zum ersten Plan
49 EUR
Pro Monat, alles drin
ArbZG
ArbZG-Checks